Neuigkeiten, Termine, Hinweise

Zweimal im Jahr erscheint die DRUNTER & DRÜBER, doch viele Male mehr im Jahr finden Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema Endlichkeitskultur statt. Immer wieder erreichen uns auch Bücher, die sich mit dem Tod beschäftigen. Hier stellen wir vor und weisen wir hin.


Interview mit Roland Schulz

Im September sprachen wir mit Roland Schulz, der ein Buch über das Sterben geschrieben hat. Das Interview kann als pdf- gelesen werden. Roland Schulz liest am 10. September 2019 im Hauptbahnhof in Leipzig. Im Rahmen der Stadt der Sterblichen haben wir ihn dorthin eingeladen.

Download
DRUNTER&DRÜBER_Interview mit Roland Schu
Adobe Acrobat Dokument 750.3 KB
0 Kommentare

"Tod und Krise. Totenfürsorge und Bestattungspraktiken im langen 19. Jahrhundert." Ein Symposium der HUG.


Call for Papers - Studierendensymposium in Berlin

Staatsarchiv Hamburg, 720–1/343–1/00034914 (Zwangsverpflichtete tragen Kindersärge zur Leichensammelstelle während der Choleraepidemie1892 in Hamburg)
Staatsarchiv Hamburg, 720–1/343–1/00034914 (Zwangsverpflichtete tragen Kindersärge zur Leichensammelstelle während der Choleraepidemie1892 in Hamburg)

Ort: Berlin

Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstalter: Anja Maria Hamann Nina Kreibig Katja Wolgast

Datum: 19.03.2019 - 21.03.2019

Bewerbungsschluss: 15.10.2018

Als existentieller Bestandteil des Lebens ist der Tod in allen Gesellschaften allgegenwärtig und prinzipiell unumgänglich. Der praktische Umgang mit Toten ist dabei zwar stark von Traditionen geprägt, jedoch zeichnet sich für das 19. Jahrhundert ein kultureller Wandel bezüglich der Totenfürsorge und den Bestattungspraktiken ab. Medizinische Entwicklungen, technische Innovationen und zunehmende Institutionalisierung vor dem Hintergrund steigender Urbanisierung nahmen erheblichen Einfluss auf die Bestattungskultur(en).

 

 

Neben langfristigen Entwicklungen zeigten sich auch Krisen im Kontext von Sterben und Tod als Antrieb für innovative Praktiken. Obgleich der Krisenbegriff bisher ohne einheitlich akzeptierte Definition auskommt und damit stark umstritten ist, bietet er doch die Option, sich einem komplexen historischen Phänomen anzunähern. In dem für März 2019 geplanten Studierenden-Symposium wird es somit um die Frage gehen, wie sich Krisen – beispielsweise ausgelöst durch Epidemien, politische Unruhen oder Krieg – auf den praktischen Umgang mit Toten im langen 19. Jahrhundert auswirkten. Dabei gilt es zu ergründen, was im Kontext des Todes als Krisensituation wahrgenommen wurde; und wie mit der Verunsicherung durch den Tod oder potenziell zum Tod führenden Ereignissen, auch unter den Vorzeichen aufklärerischer Denkmodelle, umgegangen wurde.

 

Ziel des Symposiums ist es, die Begriffe "Tod" und "Krise" bezogen auf das lange 19. Jahrhundert zu schärfen. Indem die Thematik an konkreten Beispielen untersucht wird, soll eine neue Diskussionsgrundlage geschaffen werden. Daher ist es erforderlich, dass der Krisenbegriff explizit von den Referentinnen und Referenten aufgegriffen wird. Vor diesem Hintergrund sind Beiträge gewünscht, die sich den Praktiken der Totenfürsorge oder Bestattungskultur bzw. den Diskursen in Krisenzeiten widmen.

 

 

Das Studierenden-Symposium richtet sich explizit an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Bachelor-/Masterstudierende, Promovierende und Post-Promovierende) aus den Bereichen der Geschichts-, Kultur-, Sozial- und Religionswissenschaften. Auch Vertreterinnen und Vertreter angrenzender Disziplinen, die die Bereiche Totenfürsorge und Bestattungspraktiken umfassen, sind eingeladen, sich zu bewerben.

 

Wir bitten Sie Ihre Exposés/Abstracts mit bis zu 500 Worten bis zum 15. Oktober 2018 an symposium@geschichte-tod.de zu senden. Die Sprache des Symposiums ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Die Vorträge und Präsentationen sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Für Referierende werden Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten im Rahmen einer Pauschale übernommen. Im Vorfeld des Symposiums ist eine Buchpublikation angestrebt. Die Deadline für die Einreichung der Beiträge ist der 01.12.2018.

 

 

Das Studierenden-Symposium ist eine Kooperation von Nachwuchswissenschaftlerinnen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam/Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und wird gefördert durch die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft, die FUNUS Stiftung, die Stiftung Deutsche Bestattungskultur und das Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.

 

Kontakt

Katja Wolgast

Universität Potsdam

Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft

Am Neuen Palais 10

14469 Potsdam

symposium@geschichte-tod.de

Download
Symposium TOD UND KRISE
Call_for_Papers.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.7 MB
0 Kommentare

Call for Papers - Autoren und Autorinnen gesucht

Der Tod ist überall und wir sind auf der Suche nach ihm.

 

Zweimal im Jahr erscheint die DRUNTER&DRÜBER - Das Magazin für Endlichkeitskultur. 

 

Auf echten gedruckten Seiten setzen wir uns mit dem Ende auseinander: mit dem Tod, dem Sterben, der Trauer, Riten und Religionen, Horrorfilmen, Fernsehserien, Internet, Kultur, usw. Das Thema ist unerschöpflich, unsere Kreativität leider nicht. HILFE!

 

Deshalb suchen wir Autorinnen und Autoren aus allen denkbaren Bereichen (Kultur, Gesellschaft, Medizin, Wissenschaft, Medien, Vereinen, etc.), die Texte über dieses Thema schreiben wollen und können. Das Zielpublikum sind interessierte Laien. Der Anspruch an die Texte ist, dass sie gut zu verstehen, zu lesen und bestenfalls auch noch unterhaltsam sind.

 

Des Weiteren freuen wir uns auch, unser Netzwerk durch Fotografen, Künstler und Illustratoren zu erweitern.

 

Vorschläge, erste Ideen, Honorarfragen, Kontaktaufnahme und alles weitere, das sich über die Ferne klären lässt, bitte an folgende Mailadresse: dud-magazin@funus-stiftung.de

 

Wir warten gespannt.

 

Das DRUNTER&DRÜBER-Team

 

2 Kommentare

ZIRKELSCH(L)USS - Ausstellung zu Gewalt und Krieg

Dieter Huber, Herlinde Koelbl und Jens Umbach
26. Mai bis 16. September 2018

 

Eröffnung: 25. Mai 2018, um 18.00 Uhr
Die Künstler sind anwesend.

Gewalt und Krieg sind Formen der Auseinandersetzung, die menschliche Zivilisationen seit ihren Anfängen prägen. In Form von Aggression und Expansion oder Verteidigung und Aufrüstung bestimmen sie einen großen Teil politischer Gestaltungsmöglichkeiten. Wie kann ich mich schützen? Was darf ich präventiv tun, um mich zu verteidigen? Wie verhindere ich, dass mein Schutzbedürfnis andere bedroht und sie zur Aufrüstung drängt? Individuen und Nationen müssen sich diesen Fragen permanent und unter wechselnden Vorzeichen stellen. Kann verhindert werden, dass die Logik der Gewalt zum Teufelskreis wird? Ein Wort, ein Schlag, ein Schuss können ihn auslösen, und ein Prozess kommt in Gang, der sich meist als Zirkelschluss herausstellt: Mein Feind ist böse, und weil er böse ist, ist er der Feind.

Herlinde Koelbl hat in ihrer umfassenden Arbeit „TARGETS“ dokumentiert, worauf Soldaten schießen, wenn sie das Töten lernen. Zielvorstellungen und Abbilder des Feindes werden zu einer Einheit, die dem Gegner ein Gesicht geben.
Dieter Huber zeigt in seiner Serie #SAFE // STRIKE ästhetische Fotografien von Einschusslöchern, von kriegsauslösenden Treffern bis hin zu Testschüssen, die anziehend und abstoßend zugleich wirken. In seiner ebenfalls präsentierten Serie „#SURVEILLANCE“ reflektiert Huber mit den Mitteln computergenerierter Bilder über die Ausbeutung des menschlichen Sicherheitsbedürfnisses.
Die Fotoserie THE AFGHANS von Jens Umbach entstand in der Nachfolge des Projektes AFGHANISTAN, das 2014 im Museum für Sepulkralkultur präsentiert wurde. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Afghanistan konzentrierte sich Umbach auf die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zum Camp Marmal, in Nachbarschaft zu den deutschen Truppen lebten.

Laufzeit: 26. Mai – 16. September 2018
Öffnungszeiten: Di 10.00–17.00 Uhr | Mi 10.00–20.00 Uhr | Do bis So 10.00 –17.00 Uhr
Adresse: Museum für Sepulkralkultur | Weinbergstraße 25–27 | 34117 Kassel
T. 0561 91893 0 | info@sepulkralmusuem.de | www.sepulkralmuseum.de

 

Eröffnung am 25. Mai 2018, um 18.00 Uhr
Die Künstler sind anwesend.

Download
Flyer Veranstaltung
s--zirkelsch(l)uss_folder-screen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 241.3 KB
0 Kommentare

In eigener Sache - Die DRUNTER & DRÜBER wird erwachsen

Als ich vor mehr als zwei Jahren die Idee äußerte, ein Magazin über das Lebensende heraus zu geben, haben wir uns todesmutig in dieses Vorhaben gestürzt. Unser erster Schritt war ein Testheft mit nur zwanzig Seiten, in dem wir zeigten, dass der Tod eben nicht nur eine Angelegenheit von Bestattern ist, sondern ein unheimlich facettenreiches Thema. Gleich zu Beginn konnten wir viele Menschen wie Luci van Org, Marc Benecke, Christian von Aster, Heinrich Bedford-Strohm und viele andere für unser Magazin begeistern. Der Begriff Endlichkeitskultur, den wir mit der DRUNTER&DRÜBER prägen, macht den Tod wieder zu einem kulturellen Thema.


Bis heute konnten wir bereits sechs Ausgaben veröffentlichen. Die Themen sind schier unerschöpflich und auch das nächste Heft ist schon fast wieder voll. Immer mehr Fans und freie Autoren bekunden uns ihre Begeisterung.  Nichtsdestotrotz stehen wir nach jeder Ausgabe vor der Frage: Wollen wir wirklich weitermachen?

 

Das liegt an drei Gründen:

  1. Auch wenn wir mittlerweile auf eine Vielzahl von großartigen Autoren zurückgreifen können, besteht unsere Redaktion nach wie vor nur aus zwei Personen: Juliane Uhl und Frank Pasic. Das heißt, wir beide lesen, diskutieren, sortieren und entscheiden, was gut genug ist, um in die nächste Ausgabe zu kommen – das alles, neben unserer ganz normalen Arbeit. Darüber wollen wir uns auch gar nicht beklagen, denn es macht ja auch unheimlich viel Spaß – wenn nicht 2. hinzukäme.
  2. Das eigentliche Problem liegt im Vertrieb, der nur aus Juliane besteht. Die DRUNTER&DRÜBER kann nur über unseren Online-Shop bestellt werden, ein Abo-Dienst ist leider nicht möglich. Daraus folgt, dass Juliane jede einzelne Bestellung entgegennimmt, die Rechnung schreibt und am Ende jedes Heft selbst eintütet und zur Post bringt. Das kostet Zeit, Kraft und macht auch überhaupt keinen Spaß. Darüber hinaus werden wir unseren Lesern mit dieser Schwerfälligkeit nicht gerecht.
  3. Letztlich ist die DRUNTER&DRÜBER auch noch ein defizitäres Projekt. Der Preis von 4 Euro reicht bei weitem nicht aus, um die Kosten für Satz und Druck zu decken. Zwar verwirklicht die FUNUS Stiftung mit dem Magazin ihren Satzungszweck und muss deshalb nicht zwangsläufig hohe Gewinne einfahren, doch zumindest eine schwarze Null sollte am Ende rauskommen.

Über diese Punkte diskutieren wir schon lange. Im Ergebnis sind wir nun dazu gekommen, dass wir ab 2018 mit dem Haymarket-Verlag zusammenarbeiten werden. Der Verlag übernimmt komplett unseren Vertrieb und wird diesen professionalisieren. Wir erhoffen uns davon, mehr Käufer und dadurch mehr Freiheit in der Auswahl der Autoren. Bestenfalls bleibt sogar noch ein wenig Geld für die Arbeit der FUNUS Stiftung übrig, das in andere Projekte investiert werden kann. Mit diesem Schritt wird die drunter&drüber größer, ohne dass wir inhaltlich Kompromisse eingehen müssen – so wird es z.B. bei der Werbefreiheit bleiben. Alle Aboanfragen, die bereits bei uns eingegangen sind, werden zurückgesetzt. Wir freuen uns über jeden neuen „richtigen“ Abonnenten und legen schon mal vorsorglich ein Formular bei. Wir sind ja nun professionell und da gehören Formulare dazu.


Ab Ausgabe sechs, die dann einzeln 11 Euro (20 Euro im Jahresabo / zwei Ausgaben; innerhalb Deutschlands inkl. Versandkosten) kostet, wird dann auch die Bestellung der Einzelhefte komplett über den Shop des Haymarket-Verlages abgewickelt. Alle Informationen dazu stellen wir zeitnah auf unsere Webseite www.dud-magazin.de


Wir hoffen sehr, dass wir unsere Leserinnen und Leser mit diesem Schritt nicht vor den Kopf stoßen. Denn am Ende seid Ihr es, die unsere Mission – offen über den Tod zu sprechen – in die Welt tragt.
Ich freue mich auf die Zukunft mit der drunter&drüber, die nun mit neuer Kraft gestaltet werden kann.
Herzlich anders

Frank Pasic (Herausgeber)



0 Kommentare

Kontakt

FUNUS Stiftung

Redaktion DRUNTER & DRÜBER

Reilstraße 120

06114 Halle (Saale)

 

Mail: dud-magazin@funus-stiftung.de


VERTRIEB UND LESERSERVICE:

Shop: https://shop.haymarket.de/specials

Haymarket Media GmbH, Frankfurter Str. 3D, 38122 Braunschweig

EMail: leserservice@haymarket.de