"Tod und Krise. Totenfürsorge und Bestattungspraktiken im langen 19. Jahrhundert." Ein Symposium der HUG.


Call for Papers - Studierendensymposium in Berlin

Staatsarchiv Hamburg, 720–1/343–1/00034914 (Zwangsverpflichtete tragen Kindersärge zur Leichensammelstelle während der Choleraepidemie1892 in Hamburg)
Staatsarchiv Hamburg, 720–1/343–1/00034914 (Zwangsverpflichtete tragen Kindersärge zur Leichensammelstelle während der Choleraepidemie1892 in Hamburg)

Ort: Berlin

Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstalter: Anja Maria Hamann Nina Kreibig Katja Wolgast

Datum: 19.03.2019 - 21.03.2019

Bewerbungsschluss: 15.10.2018

Als existentieller Bestandteil des Lebens ist der Tod in allen Gesellschaften allgegenwärtig und prinzipiell unumgänglich. Der praktische Umgang mit Toten ist dabei zwar stark von Traditionen geprägt, jedoch zeichnet sich für das 19. Jahrhundert ein kultureller Wandel bezüglich der Totenfürsorge und den Bestattungspraktiken ab. Medizinische Entwicklungen, technische Innovationen und zunehmende Institutionalisierung vor dem Hintergrund steigender Urbanisierung nahmen erheblichen Einfluss auf die Bestattungskultur(en).

 

 

Neben langfristigen Entwicklungen zeigten sich auch Krisen im Kontext von Sterben und Tod als Antrieb für innovative Praktiken. Obgleich der Krisenbegriff bisher ohne einheitlich akzeptierte Definition auskommt und damit stark umstritten ist, bietet er doch die Option, sich einem komplexen historischen Phänomen anzunähern. In dem für März 2019 geplanten Studierenden-Symposium wird es somit um die Frage gehen, wie sich Krisen – beispielsweise ausgelöst durch Epidemien, politische Unruhen oder Krieg – auf den praktischen Umgang mit Toten im langen 19. Jahrhundert auswirkten. Dabei gilt es zu ergründen, was im Kontext des Todes als Krisensituation wahrgenommen wurde; und wie mit der Verunsicherung durch den Tod oder potenziell zum Tod führenden Ereignissen, auch unter den Vorzeichen aufklärerischer Denkmodelle, umgegangen wurde.

 

Ziel des Symposiums ist es, die Begriffe "Tod" und "Krise" bezogen auf das lange 19. Jahrhundert zu schärfen. Indem die Thematik an konkreten Beispielen untersucht wird, soll eine neue Diskussionsgrundlage geschaffen werden. Daher ist es erforderlich, dass der Krisenbegriff explizit von den Referentinnen und Referenten aufgegriffen wird. Vor diesem Hintergrund sind Beiträge gewünscht, die sich den Praktiken der Totenfürsorge oder Bestattungskultur bzw. den Diskursen in Krisenzeiten widmen.

 

 

Das Studierenden-Symposium richtet sich explizit an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Bachelor-/Masterstudierende, Promovierende und Post-Promovierende) aus den Bereichen der Geschichts-, Kultur-, Sozial- und Religionswissenschaften. Auch Vertreterinnen und Vertreter angrenzender Disziplinen, die die Bereiche Totenfürsorge und Bestattungspraktiken umfassen, sind eingeladen, sich zu bewerben.

 

Wir bitten Sie Ihre Exposés/Abstracts mit bis zu 500 Worten bis zum 15. Oktober 2018 an symposium@geschichte-tod.de zu senden. Die Sprache des Symposiums ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Die Vorträge und Präsentationen sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Für Referierende werden Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten im Rahmen einer Pauschale übernommen. Im Vorfeld des Symposiums ist eine Buchpublikation angestrebt. Die Deadline für die Einreichung der Beiträge ist der 01.12.2018.

 

 

Das Studierenden-Symposium ist eine Kooperation von Nachwuchswissenschaftlerinnen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam/Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und wird gefördert durch die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft, die FUNUS Stiftung, die Stiftung Deutsche Bestattungskultur und das Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.

 

Kontakt

Katja Wolgast

Universität Potsdam

Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft

Am Neuen Palais 10

14469 Potsdam

symposium@geschichte-tod.de

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Symposium TOD UND KRISE
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